Reise blog von Travellerspoint

Educational

今天沒事 (Heute ist nix passiert.)

28 °C

Ja wirklich... gar nix Spannendes zu vermelden aus Fernost. Die Schule ist im Midterm-Stress gefangen, der hoffentlich gegen Ende dieser Woche endet. Dann müssen auch die Noten eingetragen sein und wer weiß, wie ich das mit diesem schuleigenen Eingabesystem hier hinbekommen soll.

Vorletzte Woche (man, der letzte Blogeintrag ist schon wieder lange her, entschuldigt!) habe ich die Klausuren vorbereitet und abgegeben gehabt. Am Wochenende waren wir verschiedene Märkte der Stadt ansehen (Jademarkt, Trödelmarkt neben dem Jademarkt, Vegetarische Lebensmittel-Markt) und im Kino. Gesehen haben wir "Von Lämmern und Löwen" (Lions for Lambs... oder andersrum??). Am Montag hatte ich E2B (die kleine Klasse, die ich unterrichte)-frei, weil die ganze Woche Semesterzwischenprüfungen geschrieben werden. Jedes einzelne Fach hat eine. Dienstag habe ich den Abendkurs für Mittwoch und Freitag vorbereitet, Mittwoch unterricht gehabt und gehalten und nebenbei noch Vokabeln gelernt und einen missglückten Versuch gestartet, Justines Scooter mit ihr zusammen zurück zu geben.

Donnerstag haben wir eine Vokabelkontrolle geschrieben, danach habe ich in der G1A (erstes Jahr, Hauptfach Deutsch) die Prüfungsaufsicht gehabt. Das war lustig. Die sind noch ein Jahr jünger als meine E2B und noch richtig ängstlich. Jedenfalls waren sie sofort komplett aus dem Raum verschwunden, als ich gemeint habe, sie sollen draußen warten, während ich die Prüfungsbögen auf die Tische verteile. Ging alles problemlos. Alle waren da und alle waren nach spätestens 40 Minuten fertig (die meisten schon nach 30), obwohl sie 70 Minuten Zeit hätten.

Freitag war Kristin, gerade frisch zurück aus Festlandchina, zu Besuch und wir haben uns den Park um das Kunstmuseum angesehen und auf ihren Wunsch hin auch noch die Schuhstrasse von Kaohsiung. Ich weiß nicht, ob ich das schonmal irgendwo erwähnt habe, aber es gibt für alle möglichen Dinge hier Straßen, wo ein Geschäft am anderen ist, dass die betreffende Ware führt. Es gibt als neben der Schuhstraße auch die Handystraße, die Klamottenstraße, die Computerstraße... Eigentlich müsste man annehmen, dass sich solche Konzentrationen von Geschäften des selben Typs -manchmal auch noch mit den gleichen Produkten- gegenseitig massig Konkurrenzdruck erzeugen. Aber hier funktioniert das irgendwie. Wahrscheinlich gehören alle Geschäfte so einer Straße sowieso immer dem gleichen Clan. Oder wie erklärt man es sonst, wenn der Verkäufer mal eben in das Geschäft quer über die Straße rennt, um die richtige (größere ;o)) Schuhgröße zu besorgen?

Dieses WE war dann der Korrektur von Arbeiten gewidmet. Meine Themen mit der E2B waren ja hauptsächlich Feiertage, Dresden (allerdings eher als Vehikel für das Deutsche Schulsystem) und ein bisschen Grammatik. Eine Auswahl der skurrilsten Antworten gefällig? Bitteschön ;o) :

Wie viele Jahre geht man zur Grundschule?
-> Man hat jedes Jahr einmal Geburtstag. (??? Ok... wenn man Glück hat, wird man auch jedes Jahr einmal versetzt ;o).)

In welcher Klasse ist ein Schüler, der 8 Jahre alt ist?
-> Jeder Deutsche ist ein Schüler, der acht Jahre alt ist. (Äh ja... du auch?)

Welche Klassen besucht man auf dem Gymnasium?
-> Man besucht Universitäten. (ohne Worte)

Was bekommt man zu Weihnachten und zum Geburtstag?
-> Man bekommt Kirchen zu Weihnachten und zum Geburtstag. (Ich nicht... macht aber auch nichts.)

Was macht man zu Ostern?
-> Man bemalt Osterhasen und versteckt sie im Garten. Die Osterhasen werden am nächsten Morgen von den Kindern gefunden.

Was macht man im Advent?
-> Es gibt Adventskrätze! (?!? die sind doch erst 14 oder 15!!)

Eingestellt von ChriZu 18.11.2007 07:38 Archiviert in Educational | Taiwan Kommentare (2)

台北 - Taibei/ Taipeh, Nationale Deutschlehererversammlung

Ja wo kommen Sie denn her?

sunny 29 °C

Der Weg nach Teibei mit dem Schnellzug:
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Das Abendessen (traditionelles chinesisches 12Gänge Menü), nur eine Auswahl:
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Tofubällchen
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Fisch
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Meeresfrüchte und Gemüse
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Der Großteil der Anwesenden, diesich aus Lehrern und Mitarbeiten des Deutschen Instituts aus ganz Taiwan zusammen setzten.

Eingestellt von ChriZu 29.10.2007 06:57 Archiviert in Educational | Taiwan Kommentare (0)

文藻周 - Die Wenzao Festwoche.

sunny 28 °C

Es gab auch in der Wnzao Woche viel zu tun. Obwohl unsere erste Information ja eigentlich war: "Die Wenzao Woche ist frei!". Super, eine Woche zum Wegfahren und sich das Land angucken, dachten wir da. Drei Wochen später gab es dann: "... äh... frei, ja, aber nur für die Tagesschule." Na gut, dachten wir diesmal, dann hat man ja immernoch zumindest ein verlängerstes Wochenende. Als nächstes kam "Hey, wollt ihr nicht ein bisschen deutsch kochen? Wir würden uns freuen!" Ja klar, wo wir Mittwoch und Freitag wegen der Abendschule sowieso in Gaoxiong sein müssen, warum nicht? "Ach, und wo ihr schonal kochen dürft, würdet ihr da vielleicht noch einen Vortrag über eure Unistadt halten?" Ok... wenn's denn sein muss... wir sind ja wie gesagt sowieso Mi & Fr in der Wenzao. Eine Woche später stellte sich dann allerdings heraus, dass die Wenzao ihre angeblich sooo tolle Küche nicht zur Verfügung stellt. "Es gibt schon so viel deutsches Essen." Aha, es gibt Mittwoch bis Freitag einen Deutschen Biergarten, mit Brot und "Bier" (also Radler bzw. Alsterwasser). Na gut, tschüssi kochen, hallo Vortrag. Und um dem ganzen noch den Hut aufzusetzen: "Hey, ihr wisst aber schon, dass die Chinesischkurse in der Wenzaowoche wie gewohnt stattfinden?!" Nein, wussten wir natürlich nicht.

Fazit: Alle Kurse bis auf zwei Stunden Tagesschule finden ganz normal statt. Diese zwei Stunden Tagesschule ersetzen wir mit dem Vortrag und sind eine ganze Ecke von "frei" entfernt... eher bei einer ganz normalen Woche. Dazwischen muss man sich noch ab und zu bei den Deutschveranstaltungen sehen lassen, also eher mehr Verpflichtungen als sonst. Aber zum Glück konnten wir uns wenigstens vor dem Gesangswettbewerb der Austauschstudenten (alle müssen auf chinesisch singen) drücken. Obwohl ich mir hinterher nicht mehr so sicher war, ob nicht 5 Minuten auf einer Bühne total lächerlich gemacht zu werden besser wäre, als 1,5 Stunden vor völlig gelangweilten, ständig rein und raus gehenden Schulkindern deutsch vorzutragen. In meiner Klasse kann ich wenigstens irgendwann die Tür zuschließen, wenn mir das rein und raus zu sehr auf die Nerven geht...

Hier noch ein paar Impression

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Vortrag "Streifzug durch Leipzig"

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Bierbauch Wettbewerb
Hatte überhaupt nichts mit Bier zu tun. Es gab einfach ein Quiz, bei dem man vor der Antwort einen Luftballon zwischen zwei Teilnehmern zum Platzen bringen musste. Der schnellste durfte Antworten.

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Bierwettbewerb/ Oktoberfest
Hier ging es nur darum, wer am schnellsten seinen kleinen Becher Radler ausgetrunken hatte. Welche Gruppe (~8 Leute) am schnellsten fertig war, kam in die nächste Runde. Letztes Jahr haben sie das wohl mit richtigem Bier gemacht und hatten dann wohl doch ein paar angeheiterte Studenten (die sowieso erst ab 18 teilnehmen durften), deswegen gab es dieses Jahr nur Radler und in der 2. runde musste auch noch ein ziemlich großes Stück Brot zusätzlich verdrückt werden.

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Abschlusstheater des College
"Die Büchse der Pandorra" von Wedekind

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Abschlussfeier der Deutschabteilung
Mit schweizerischen Missionaren, Gebeten, Radler, Apfelkuchen, Bretzeln und Schokokeksen.

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André und Shirly sind da übrigens nicht wirklich betrunken... sie haben nur so geposed... ehrlich :o)!

Eingestellt von ChriZu 29.10.2007 06:52 Archiviert in Educational | Taiwan Kommentare (1)

你的錢。。。下個星期好嗎? (Dein Geld... nächste Woche ist doch OK?)

Die taiwanische Version von "täglich grüßt das Murmeltier".

-17 °C

Trotz einiger anfänglicher Probleme diese Woche, lief es rückblickend betrachtet doch ganz gut. Sonntag bis Mittwoch war ich ein bisschen erkältet. Das hat sich aber inzwischen gelegt.

Am Mittwoch Abend wurde bei mir in meinem Abendkurs hospitiert. Ergebnis: Die Klasse ist klein, aufgeweckt, arbeitet mit und das zum Teil sogar selbständig. Wusste ich zwar schon, ist aber schön, dass es auch mal jemand anders sieht ;o). Von meinen 23 Schülern waren zwar wieder mal nur so 19 da, inklusive der Einen, die nur mithört aber nicht eingeschrieben ist. Aber da auch diejenigen, die eh' keinen Plan haben, weil sie fast nie da sind, gefehlt haben, machte das nichts. Da wir inzwischen bei Zahlen und dem Alter angekommen sind, weiß ich jetzt auch, dass meine Schüler so zwischen 18 und 30 sind. Ein ganz homogenes Feld, wenn man bedenkt, dass in Justines Abendkurs (60 Leute) Schüler von 18 bis über 70 sitzen.

Ansonsten hängt uns immer noch die Sache mit dem Geld nach. Wir fragen jeden Tag, BaYi sagt uns jeden Tag: Naja, vielleicht morgen, ... oder nächste Woche. Oder so. Erst liegt alles am Direktor, dann an der Austauschabteilung und der aktuelle Verzögerer ist das Accouting Office. Naja, wir spielen das Spiel mal wieder mit. "Ach, BaYi, hast du schon was vom Geld gehört...?"

Eingestellt von ChriZu 21.10.2007 22:47 Archiviert in Educational | Taiwan Kommentare (0)

Zwischen den Wochenenden- 有信息吗?(Gibt es schon Neuigkeiten?)

Verwirrung ums Visum

Tja... zwischen den Wochenenden seit Mitte September ist nicht so viel Spannendes passiert.

Die Deutschkurse haben zuerst angefangen. Das bedeutet für mich jetzt, ich halte seit 2,5 Wochen Deutschunterricht (Lesen) bei einer Tagesschulklasse im 2. Jahr mit Nebenfach Deutsch und einer Abendschulklasse im allerersten Jahr mit Wahlkurs Deutsch. Die "Kleinen" 15 bis 16- jährigen aus dem 2. Jahr haben zwar schon zwei dicke Deutschbücher durchgeackert, verstehen aber Muttersprachler kaum bis gar nicht, weil bisher anscheinend der ganze Deutschunterricht in Chinesisch lief. Naja, die Lehrbuchtexte können sie verstehen, die recht komplizierten Aufgaben auch, Textvorlesen in der Klasse (immerhin 54 Leute) klappt auch super. Aber wehe, sie müssen was alleine oder noch schlimmer: was Kreatives machen. Sowas wie eine Zusammenfassung zum Beispiel, was über Text vorlesen hinaus geht *schauder*. Oder mal was alleine vorlesen... da sprechen sie so leise, dass nicht mal der direkte Hintermann was versteht, geschweige denn der Mitschüler ganz hinten oder der Lehrer vorne. Waren wir früher auch alle mal so?

Der Abendkurs ist älter, die meisten da drin arbeiten tagsüber und machen deswegen zum Teil bis 22Uhr abends Schule. Das Problem da drin ist nur, dass sich das Niveau jetzt schon (nach 3 Wochen) total von Schüler zu Schüler unterscheidet. Mal sehen, wie viele von den 23 offiziell angemeldeten da bis Ende des Semesters "überleben" ;o).

Zu den Chinesischkursen: Die sind jeden Morgen von 8 bis 10Uhr. Und dann mussten wir noch einen zusätzlichen Kurs wählen, weil man um al Student des Chinesischzentrums auf dem Campus anerkannt zu werden eben ab diesem Semester 12 Stunden, statt wie früher 10, braucht. Naja, macht ja nix, so lange es deswegen nicht mehr kostet ;o). Im regulären Kurs haben wir 2 Lehrerinnen (das Partnerlehrersystem ist hier anscheinend total üblich, fast keiner darf eine Klasse allein haben). Eine kommt Mo., Mi., Fr. und die andere übernimmt die Stunden am Di. und Do.. Ein Glück, dass die zweite nicht unsere Hauptlehrerin ist, denn sie hat einen ziemlich seltsamen Humor und behandelt uns wie entweder Totalanfänger oder Totalidioten... ich bin mir noch nicht so ganz sicher.

Was den 6. Kurs (oder die 11. und 12. Chinesischstunde) angeht, hatten wir ja binnen einer Woche 3 unterschiedliche Informationen: Von unserer Haupt- Chinesischlehrerin "ihr müsst", von dem Chinesischzentrum "nein, braucht ihr nicht" und von der Austauschabteilung "na klar müsst ihr". Ok... wir haben uns dann also andere Kurse angesehen und nachdem ich in einem Chengyu (chinesische Sprichwörter)- Kurs war und da unsere Zweitlehrerin vom Chinesischkurs auch (als Schülerin!) aufgetaucht ist und sich herausgestellt hat, dass der Kurs eigentlich 4 und nicht die benötigten 2 Stunden hat, kann ich jetzt hoffentlich doch in den "Learning Chinese by Singing"- Kurs am Freitag gehen. Das hat eigentlich wirklich Spaß gemacht gestern, weil jede Stunde ein neues Lied besprochen und gelernt wird und sich dann abwecheselnd jeder einzeln oder in Teams vor der Klasse zum Klops macht, weil die Melodie von 2 mal nachsingen natürlich noch nicht perfektioniert ist :o). Sobald die Lehrerin die Lieder online stellt, bekommt ihr hier auch einen Link zum Reinhören hin :o).

Was gibt es sonst noch?... ach ja, immer noch keine klare Aussage wegen des Visums. Zwischendurch hatten sie uns mal Hoffnung gemacht, dass wir ein Resident Visum bekommen könnten (6 Monate), aber inzwischen steht das außer Frage und die Abteilungen schieben die Zuständigkeit für unseren Admission letter hin und her. Dieses Briefchen brauchen wir ja auch nur, damit unser Visum verlängert wird, sowie die Teilnahmeliste an den Chinesischstunden. Naja, so wie das hier vorwärts geht, bin ich vielleicht Ende Oktober, Anfang November schon wieder in Deutschland. Es sei denn, sie bekommen hier endlich mal die internen Kommunikationsprobleme in den Griff.

Aber genug gejammert, ich gehe jetzt erstmal noch ein paar Arbeiten benoten, vielleicht heitert mich das auf. Der Sturm draußen tut das bestimmt nicht ;o).

Eingestellt von ChriZu 06.10.2007 01:06 Archiviert in Educational | Taiwan Kommentare (0)

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